Haushaltsplan für die Familie – Putzen, Waschen, Aufräumen


Haushaltsplan Familie

Um Deinen Familienhaushalt in Schuss zu halten, brauchst Du einen Haushaltsplan. Und der funktioniert am besten, wenn er übersichtlich ist und im Idealfall ein Belohnungssystem enthält, damit auch die lieben Kleinen eifrig mitmachen. Ich habe viele verschiedene Haushaltspläne ausprobiert und daraus ein für uns als vierköpfige Familie perfektes System entwickelt. Diesen Haushaltsplan für die ganze Familie stelle ich Dir hier kostenlos zum Download bereit.

Ein Haushaltsplan für die Familie dient als Grundlage für einen gut organisierten Haushalt. Darin werden als allgemeine Regel sämtliche wiederkehrende Tätigkeiten einschließlich einer klar geregelten Aufgabenteilung rund um die Themen Putzen, Waschen und Aufräumen aufgeführt.

Es gibt unterschiedliche Ansätze, einen Haushaltsplan für die Familie zu erstellen und umzusetzen. Von der minimalistischen Variante, in der einfache Aufgaben wie Müll rausbringen oder Wäsche waschen aufgeführt sind, bis hin zur kleinteiligen, tagesgenauen Festlegung für jeden einzelnen Raum des Hauses.

Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass für uns ein Wochenplan, der sämtliche Tätigkeiten im Haushalt berücksichtigt, die ideale Grundlage für einen dauerhaft geordneten und sorgenfreien Haushalt darstellt.

Ich möchte Dir in diesem Beitrag den – meiner bescheidenen Ansicht nach – ultimativen Haushaltsplan zur Verfügung stellen.

Warum braucht meine Familie einen Haushaltsplan?

Ordnung mit Kindern

Bis vor nicht allzu langer Zeit habe ich mir Tätigkeiten im Haushalt, die nicht täglich anfallen, in meiner To-Do-App notiert und mit Erinnerungen versehen. So wurde ich regelmäßig per Pop-Up darüber informiert, dass mal wieder die Vorhänge gewaschen werden müssen oder andere Dinge im Haushalt zu erledigen sind. Das hat gut funktioniert und es war auf jeden Fall ein Fortschritt gegenüber früheren Zeiten, in denen mangels Erinnerung solche Aufgaben vernachlässigt wurden.

Seitdem ich mich intensiver mit dem Thema Ordnung Schaffen befasse, weiß ich aber, dass wir als Familie nicht an einem Wochenplan für den Haushalt vorbei kommen. Auf diese Weise kann jedes Familienmitglied sich einbringen. Das Ergebnis: Die Wohnung ist durchgehend aufgeräumt und geputzt…sagen wir fast immer 😅

Inspiriert für das Erstellen eines Haushaltsplans wurde ich vor allem durch die Autorin Marla Cilly. Ich bin dieser Person gegenüber sehr zwiegespalten, weil ich ihren bevormundenden Schreibstil überhaupt nicht leiden kann. Aber die Tante hat Ahnung. Das muss man ihr lassen. Dass die Fly Lady, wie sich die gute Frau selber nennt, bereits 100.000en Menschen mit ihrem Buch „Die magische Küchenspüle“🛒 geholfen hat, glaube ich ihr sofort. Man muss die Dame ja nicht mögen, um von ihr zu lernen.

Im Buch stellt sie einen Haushaltsplan vor, der einerseits durch tägliche Routinen wie Betten machen, saugen, Wäsche waschen, etc. geprägt ist. Anderseits sind darin aber auch wöchentliche Zonen innerhalb des Haushaltes berücksichtigt. Also beispielsweise Eingangsbereich und Esszimmer, Küche, Wohnzimmer, etc.

Da ich in diesem und einigen anderen Plänen viele gute Ansätze gefunden habe, die aber in sich nicht optimal für meine Familie funktionieren, habe ich das beste davon herausgefiltert und daraus einen Wochenplan erstellt, der für jeden Tag ganz konkrete Tätigkeiten rund um die Themen Waschen, Putzen und Aufräumen beinhaltet. Und dabei wird jedes Familienmitglied seinen Fähigkeiten entsprechend einbezogen.

Wie erstelle ich einen Haushaltsplan für die Familie?

To Do Liste

Die meisten Aufgaben im Haushalt fallen täglich oder einmal pro Woche an. Deshalb ist es sinnvoll, einen Wochenplan zu erstellen, der für jeden Wochentag einzelne Aufgaben berücksichtigt. Einige davon tauchen nur an einem bestimmten Wochentag auf. Andere stehen täglich auf der Agenda.

Wichtig ist aber, dass Du Dir mindestens einen Tag pro Woche gönnst, an dem Du gar nichts machen musst.

Als Grundlage für Deinen Haushaltsplan, musst Du fünf Fragen beantworten können:

  1. Welche Aufgaben fallen regelmäßig im Haushalt an? – z.B. Wäsche waschen, Betten machen, Fußboden wischen.
  2. Wie viel Zeit benötige ich für jede dieser Aufgaben? – z.B. 10 Minuten für die Wäsche, 60 Minuten zum Einkaufen.
  3. Welches Familienmitglied kann diese Aufgaben am besten übernehmen? z. B. Mama kauft ein, großes Kind mäht den Rasen, kleines Kind bringt den Müll raus.
  4. An welchen Tagen haben wir wie viel Zeit, um uns um den Haushalt zu kümmern? – z.B. dienstags lange arbeiten und Schwimmunterricht, daher wenig Zeit.
  5. Wie kann ich mein Haus in Bereiche unterteilen? – z.B. Küche und Esszimmer, Wohnzimmer, Badezimmer und Wäscheraum.

Wenn Du diese Fragen beantworten kannst, dann kannst Du für jeden Wochentag auflisten, wer welche Aufgaben zu erledigen hat. Zudem kannst Du für jeden Wochentag den Fokus auf ein oder zwei bestimmte Zimmer legen.

Was gibt es für Aufgaben im Haushalt?

Um es Dir etwas leichter für Deinen Haushaltsplan zu machen, liste ich Dir nun die gängigen Aufgaben im Haushalt auf. Zuerst liste ich Dir allgemeine Tätigkeiten im Haushalt auf, die auf den gesamten Haushalt zutreffen. Dahinter findest Du Tätigkeiten, die in den einzelnen Bereichen bzw. Zimmern Deines Hauses zu erledigen sind.

Fühle Dich bitte nicht erschlagen von der Vielzahl an Aufgaben, die im Haushalt zu erledigen sind. Die meisten davon sind in Sekunden oder wenigen Minuten gemacht. Und beachte vor allem: Selbst wenn Du Dich nicht im vollen Umgang um Deinen Haushalt kümmerst, sondern nur ein paar Sachen erledigt hast, dann ist es immerhin schon mehr als zuvor.

Allgemeine Haushaltstätigkeiten

  • Spinnweben entfernen
  • Fenster putzen
  • Fensterbretter abstauben
  • Lichtschalter und Wände reinigen
  • Pflanzen abbrausen
  • Möbel abstauben
  • Fußleisten reinigen
  • Fußboden saugen und wischen
  • Lampen putzen
  • Tiere füttern
  • Gassi gehen
  • Katzenklo säubern
  • Hamsterkäfig säubern
  • Papierkram machen
  • Betten machen
  • Laken und Bettwäsche wechseln
  • Müll einsammeln und rausbringen
  • Oberflächen abstauben
  • Möbelpolitur für Holzmöbel verwenden
  • Boden saugen und wischen
  • Papierkram/Zeitschriften aussortieren
  • Posteingänge bearbeiten und Rechnungen begleichen
  • Fenster und Spiegel putzen
  • Pflanzen gießen und düngen
  • Einkaufsliste schreiben
  • Portmonee aussortieren
  • Auto reinigen

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Zimmerbezogene Haushaltstätigkeiten

Eingang, Küche, Esszimmer, VorgartenWäscheraum, Badezimmer, Schlaf- und AnkleidezimmerKinder-, Gäste-, ArbeitszimmerWohnzimmer, Hobbyraum
Jacken ordentlich aufhängen,
Küchenzeile abwischen,
Kühlschrank putzen,

Schubladen aussortieren,
Mikrowelle putzen,
Herd und Ofen putzen,
Schränke ordnen,
Dunstabzugshaube säubern,
Putzlappen und -schwämme waschen oder wegwerfen
Esstisch abwischen,
Unterseite der Stühle abstauben,
Gartenmöbel abwischen,
Terrasse fegen,
Büsche zurückschneiden,
Außenlampen und Treppengeländer abwischen
Badematten waschen,
Duschkabine putzen,
Toilette putzen,
Badewanne putzen,
Waage abwischen,
Leere Shampoo-Flaschen wegwerfen,
Oberflächen von Waschmaschine und Trockner reinigen,
Leere Waschmittelflaschen und -kartons nachfüllen,
Mülleimer ausleeren,
Wäsche abhängen,
Platz hinter den Geräten reinigen,
Kleiderschrank ausmisten,
Laken und Bettwäsche wechseln,
Matratzenauflage waschen,
Matratzen umdrehen,
Unter dem Bett putzen
Spielzeug aufräumen,
Bastelkram ausmisten,
Herumliegende Gegenstände wegräumen,
Kinderkleidung aussortieren,
Spiele sortieren,
Bücherregal ordnen,
Nähmaschine abstauben,
Computertisch aufräumen,
Bildschirm reinigen,
Druckerpapier auffüllen
Schreibtisch-oberfläche freiräumen,
leere Stifte entsorgen
TV-Gerät abwischen,
Bücherregale ordnen,
Dekogegenstände säubern,
Beistelltisch aufräumen,
Zeitschriftenständer aussortieren,
Telefon abwischen,
Unter Polstern und Sofaritzen säubern,
Teppich saugen und pflegen









Und wie mache ich daraus jetzt meinen Haushaltsplan für die Familie? – Mein Vorschlag: Du gehst in drei Schritten vor:

1. Wähle für jeden Wochentag einen Bereich Deiner Wohnung aus

Nehmen wir an, Du und Deine Familie haben montags nicht nur die meiste Energie, sondern auch keine standardmäßigen Nachmittagsveranstaltungen. Dann könnt Ihr an diesem Wochentag mehr Zeit in den Haushalt investieren als an anderen Tagen: Kümmert Euch beispielsweise um den Eingangsbereich, die Küche, das Esszimmer und den Vorgarten. Hinzu kommen dann noch die allgemeinen Aufgaben wie Betten machen und Wäsche waschen.

Am Dienstag könnten dann Wäscheraum, Schlafzimmer und Ankleidezimmer an der Reihe sein. Es reicht, wenn jeder nicht mehr als 15 Minuten pro Tag beschäftigt ist. Wenn Du Dich an der obigen Tabelle orientierst, hast Du schon eine Wochenplanung, die von Montag bis Donnerstag reicht. Und am Freitag könntest Du dann das Auto von innen reinigen und Dich um Deinen Papierkram kümmern.

In dieser Planung wäre das Wochenende dann komplett frei.

2. Ordne jedem Familienmitglied seinen Expertenbereich zu

Seien wir realistisch: An Dir und Deinem Partner werden die meisten Aufgaben hängen bleiben. Hier ist es hilfreich, wenn Ihr Euch zusammensetzt und eine einvernehmliche Aufgabenteilung festlegt. Doch für die Kleinen wird sicherlich auch etwas übrig bleiben: Spülmaschine ausräumen, Müll rausbringen, mit dem Hund Gassi gehen…und vor allem: Kinderzimmer aufräumen.

Wenn Ihr Euch im Familiengremium darüber unterhaltet, wer welche Aufgaben übernimmt, dann beachte, dass Du Deine Kinder nicht überforderst. Es sollten altersgerechte Aufgaben sein:

3-5 Jahre6-11 Jahre12-17 Jahre
Beim Kochen helfen
Tisch decken
Wäsche in Wäschekorb
Spielkisten einräumen
Bücher zurück ins Regal
Kinderzimmer aufräumen
Bett machen
Spülmaschine einräumen
Müll rausbringen
Blumen gießen
Einkaufen
Kochen
Wäsche waschen
Staubsaugen
putzen

Mehr darüber erfährst Du in meinem Beitrag Ordnung mit Kindern – Aufräumen ganz ohne Geschrei.

Die Aufgabenzuordnung kannst Du in Deinem Haushaltsplan ganz einfach durch farbliche Markierungen oder Symbole vornehmen. So bekommt Ihr Großen also zum Beispiel die Farben rot und blau und die Kleinen pink und grün.

3. Setze Anreize, um den Haushaltsplan einzuhalten

Kinder können schon so früh so viel: Es ist alles eine Frage der Motivation. Und wie bringe ich die lieben Kleinen dazu, sich an den neuen Haushaltsplan zu halten? – Durch Belohnung. Kinder funktionieren eben genau so wie wir.

Mache es wie beim Bäcker mit einem Gutscheinsystem: Für jedes gekaufte Brot bekommst Du einen Stempel: Wenn Du 10 Stempel hast, dann ist das nächste Brot gratis. Ich persönlich schleppe ungern ständig kleine Gutscheinkarten mit mir herum und mache daher bei solchen Aktionen nicht mit. Ich sehe aber regelmäßig Leute, die ihre Kärtchen abstempeln lassen. Und was bei Hinz und Kunz funktioniert, könnte auch bei Deinen Kindern klappen. Bei meinen tut es das jedenfalls:

Für zehnmal Frühstückstisch decken gehen wir einmal Eis essen. Für zehnmal Bett selber machen gibt es einen Film auf Netflix nach Wahl (pädagogisch wertvoll, versteht sich😂) .

Erweitere Deinen Haushaltsplan um Kästchen oder Sternchen zum Abhaken oder Ausfüllen und Dein Anreizsystem ist perfekt. Ich kann darüber wirklich nur Gutes berichten. Meine Tochter bringt seitdem super gerne den Müll raus und auch der Kleine freut sich diebisch, einen Tab in die Spülmaschine zu legen, um dann den Spülgang einzulegen. Einfach nur um sich dann mit einem Stempel belohnen zu können.

Natürlich sind viele Aufgaben, die kleine Kinder im Haushalt übernehmen, keine echte Hilfe in diesem Moment. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es sich nur positiv auf unsere Kinder auswirken kann, so früh wie möglich mitzuhelfen. Und auch wenn das für Dich jetzt noch Mehraufwand bedeutet, so wird es bald schon eine Erleichterung sein.

Haushaltsplan für die Familie zum Download

Genau so habe ich meinen Haushaltsplan erstellt. Und ich möchte ihn hier mit Dir teilen.

Ich empfehle Dir, den Wochenplan am besten in DIN A3 auszudrucken und zu laminieren. So könnt Ihr täglich alle To-Dos mit einem abwischbaren Folienstift abhaken und in der nächsten Woche von Neuem beginnen.

Der Haushaltsplan ist auf eine vierköpfige Familie ausgerichtet. Die Aufgabenteilung haben wir nur für die Kinder mit Symbolen markiert, weil meine Frau und ich uns spontan mit den Aufgaben abstimmen. Das funktioniert für uns am besten.

Ganz unten im Plan findest Du das Belohnungssystem. Auch das haben wir nicht zu kompliziert gestaltet. Jedes Kind erhält 10 Sterne, die auch für Kleinigkeiten im Haushalt ausgemalt werden können. Wir sind da nicht zu genau und die Belohnung wird auch so abgestimmt, wie es gerade passt.

Wenn Dir der Haushaltsplan gefällt, Du aber für Deine Familie Anpassungen benötigst, dann schreibe mir an ordnungskind@gmail.com. Ich mache das gerne für Dich. Da habe ich Spaß dran!

Simon

Auf meinem Blog findest Du Tipps und Hilfestellungen, um Deinen Haushalt auch im Familienalltag zu organisieren.

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