10 hilfreiche Tipps für die perfekte Ordnung mit Baby


Ordnung mit Baby

Egal ob Du bereits Kinder hast oder ob es Euer erstes Baby ist: Der Tagesablauf verändert sich wesentlich durch das neue Familienmitglied. Und da Dein Baby fast durchgehend bei Dir ist, bleibt auch weniger Zeit für den Haushalt. Ordnung mit Baby ist deshalb eine besondere Herausforderung. Doch wenn Du Dich auf die Veränderungen einstellst und die richtigen Prioritäten im Haushalt setzt, wirst Du auch mit dem Baby ganz stressfrei Ordnung halten. 

Um mit einem Baby Ordnung zu halten, ist es notwendig mehr Zeit für Unterbrechungen einzuplanen, die Wäsche mit System zu waschen, die Wickelkommode gezielt zu organisieren und allgemeine Haushaltsregeln einzuhalten (z.B. regelmäßig entrümpeln und einen Putz- bzw. Haushaltsplan aufstellen).

Als unsere Tochter geboren wurde, war uns klar, dass sich der Alltag verändert. Irgendwie werden wir das neue Leben schon meistern, dachten wir uns. Und so war es auch. Aber rückblickend wäre gerade beim Thema Ordnung ein wenig Vorbereitung hilfreich gewesen.

Ich habe diesen Artikel deshalb geschrieben, damit Du besser auf das Leben mit Baby vorbereitet bist. Du wirst Deine eigenen Erfahrungen machen, wie Du Deinen Haushalt mit Baby in Schuss hältst. Mit den folgenden 10 Tipps möchte ich Dir aber die Hausarbeit erleichtern, damit Du nicht die gleichen Fehler machen musst wie ich damals.

Denn eine wichtige Grundvoraussetzung, um Ordnung zu halten, ist es die Zeit dafür zu haben. In diesem Beitrag geht es deshalb auch ganz viel um Tipps, sich Zeit für die Aufgaben im Haushalt zu verschaffen.

Ordnung mit Baby – Eine ganz neue Herausforderung

Ordnung mit Baby

Schon während der Schwangerschaft kümmern sich die meisten Mütter und Väter um die volle Babyausstattung. Das reicht vom Babybett bis hin zum neuen Familienauto. Mehr als 2.000 Euro geben die Deutschen dafür durchschnittlich aus.

Dabei ist das meiner Erfahrung nach in diesem Umfang noch gar nicht nötig. Zu Beginn ist das Baby durchgehend in Mamas Nähe. Und in vielen Familien schläft es die ersten Monate im Familienbett. Das voll ausgestattete Kinderzimmer bleibt deshalb in der Regel zunächst noch ungenutzt.

Anders ist das beim Thema „Ordnung“. Denn hier verändert sich alles von einem auf den nächsten Tag. Generell steht durch Eure neue Aufgabe (das Baby zu versorgen) schon weniger Zeit zur Verfügung, um aufzuräumen und zu putzen. Aber genau diese Tätigkeiten nehmen ab jetzt noch mehr Zeit in Anspruch:

  • Es fällt mehr Wäsche an als früher (besonders wenn Du Stoffwindeln nutzt)
  • Schnelle Einkäufe werden häufiger (Breigläschen, Windeln, Milchpulver, etc.)
  • Du musst teilweise aufwändiger kochen (zum Beispiel Babybrei)
  • Der Papierkram wächst (Kita-Anmeldung, Krankenversicherung, Elterngeld, etc.)

Säuglinge nehmen 8 – 12 Stillmahlzeiten täglich zu sich. Das kann bei manchen Kindern insgesamt bis zu 6 Stunden – also ein Viertel des ganzen Tages – in Anspruch nehmen. Das sind nicht nur unsere Erfahrungen. Sondern das sagt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung.

Du hast also ab sofort noch weniger Zeit für noch mehr Aufgaben im Haushalt. Da ist es doch hilfreich, wenn man gut vorbereitet ist.

1. Lass Dir helfen

Ordnung mit Baby

Sich von anderen helfen zu lassen, scheint mittlerweile ziemlich aus der Mode geraten zu sein. Liegt es daran, dass die Leute keine Schwäche zeigen wollen? Oder nehmen wir einfach Rücksicht auf andere? Schließlich haben die ja auch schon genug um die Ohren mit ihren eigenen Problemen.

„Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“

Nigerianisches Sprichwort

Dabei helfen wir doch alle gerne! Gerade wenn es darum geht, einen Teil beim Aufwachsen eines Kindes beizutragen. Bereits als meine Frau im Wochenbett lag, haben wir die Verwandtschaft in die Essensplanung eingebunden. Dadurch war zumindest schon mal für das leibliche Wohl gesorgt. Das bedeutete für uns mehr Zeit für das Baby und den Haushalt.

Doch auch im Baby-Alltag haben die meisten Verständnis, wenn sie um Hilfe für den Einkauf, Betreuung des Geschwisterkindes oder andere Erledigungen gebeten werden. Frage einfach Deine Nachbarn, Familie und Freunde!

Alles, was durch andere erledigt wird, verschafft Dir Zeit, um im Haushalt für Ordnung zu sorgen.

2. Plane Zeitpuffer ein 

Aufräumen und Putzen dauert grundsätzlich meiner Erfahrung nach jedes Mal länger als man glaubt. Und mit dem Baby dauert es noch mal länger. Denn während Du gerade dabei bist, mal ordentlich durchzusaugen, ruft das Kind wieder nach Dir und schon wirst Du aus Deinem Arbeitsfluss herausgerissen.

Wenn Du also Ordnung schaffen willst und Dein Baby bei Dir ist, erwarte nicht zu viel. Nimm Dir lieber weniger vor. Denn so verlierst Du auch nicht die Motivation, sondern kannst Dich stattdessen selbst positiv überraschen, falls Du doch mehr geschafft hast.

3. Wäsche waschen mit System

Wäsche sortieren

Wenn das Baby da ist, werden die Wäscheberge explodieren. Das gilt besonders, falls Du mit Stoffwindeln wickelst.

Du brauchst Dich deshalb nicht zu 100 % an einem Zeitplan für das Wäsche Waschen zu orientieren. Trotzdem hat es sich bei uns mittlerweile etabliert, morgens als erste Aufgabe die Waschmaschine anzumachen. Zumindest dann, wenn einer von uns tagsüber zu Hause ist. Auf diese Weise schafft man für eine vierköpfige Familie das Mindestpensum von einer Wäsche am Tag.

Außerdem solltest Du Dir einen Trockner anschaffen, falls Du noch keinen hast. Besonders umweltfreundlich ist die Anschaffung und der Betrieb eines Trockners nicht. Aber ich wüsste nicht mehr, wie es ohne gehen würde.

Um noch mehr über systematisches Wäsche waschen und sortieren zu erfahren, lies meinen Beitrag Wäsche sinnvoll sortieren – Die ultimative Anleitung.

4. Nutze eine Babytrage beim Aufräumen

Wir haben für alle möglichen Situationen des Alltags für beide Kinder eine Babytrage verwendet. In unserem Fall ist das die Manduca (Amazon-Link), mit der man das Baby sowohl auf dem Bauch als auch auf dem Rücken tragen kann.

Es gibt auch Babys, die eine Babytrage nicht mögen. Aber falls Dein Baby sich darin wohl fühlt, ist sie aus meiner Sicht wirklich genial. Gerade wenn das Baby quengelig ist und Du mal schnell was kochen oder aufräumen musst. Einfach auf den Rücken schnallen und los geht’s. Oft schläft das Baby dann ein und Du kannst es schlafen legen, um dann den Haushalt mit voller Kraft zu schmeißen.

Wenn Du oder Dein Baby nicht so gut mit der Trage klar kommen, empfehle ich Dir eine elektrische Babywippe (Amazon-Link). Während das Kind vor sich hinschaukelt und Dir zuschaut, kannst Du in Ruhe aufräumen.

5. Nutze Online-Supermärkte

Online Supermarkt

Bis die Online-Supermärkte wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, haben wir pro Woche inklusive An- und Abreise locker 2 Stunden oder mehr mit Einkäufen von Lebensmitteln verbracht. Das hat jetzt ein Ende.

Dank Picnic, Flink und Co. gibt es aus meiner Sicht keinen Grund mehr dafür, kostbare Lebenszeit im Supermarkt zu vergeuden. Vor allem das Einkaufen mit Baby (am besten noch mit Kinderwagen) war mir immer ein Graus.

Wenn Du also einen Lebensmittel-Lieferdienst nutzt, sparst Du Zeit und Nerven, die Du gut nutzen kannst, um Dich um Dein Baby zu kümmern und zu Hause Ordnung zu halten.

6. Koche auf Vorrat

Wer auf Vorrat kocht, spart Zeit in der Küche. Es gibt tolle Rezepte für Suppen, Eintöpfe und andere Gerichte, die Du einfrieren kannst. Auf eatsmarter.de findest Du eine Komplett-Anleitung für das Kochen auf Vorrat.

Dort findest Du unter anderem einen Wochenplan für die ganze Familie und verschiedene Gerichte.

Kleiner Zusatz-Tipp: Auch bei Picnic kannst Du Dir vorgefertigte Gerichte zusammenstellen und nach Anleitung kochen.

7. Ordnung Schaffen als Familienaufgabe

Tipps zum Aufräumen

Es müsste eigentlich selbstverständlich sein: Trotzdem höre ich in manchen Familien noch von der klassischen Aufgabentrennung, die Oma und Opa schon gelebt haben: Mutti ist zu Hause und kümmert sich um den Haushalt, während Vati das Geld ranschafft.

Es ist völlig okay, dass der beruflich stärker eingebundene Elternteil weniger dazu beiträgt, im Haus für Ordnung zu sorgen. Aber ein paar Aufgaben sollte der oder diejenige trotzdem übernehmen können. Sprich mit Deinem Partner oder Partnerin darüber, welche Aufgabenteilung für beide Eltern gerecht ist. Ganz wichtig ist aber, dass jeder seinen uneingeschränkten Verantwortungsbereich hat:

Wer also beispielsweise für den Müll und die Wäsche zuständig ist, sollte nicht ständig auf die Erledigung hingewiesen werden müssen. Er oder Sie ist der alleinige Chef für den zugewiesenen Teilbereich und muss diesen auch im Griff haben. Natürlich kann man zwischenzeitlich auch mal höflich fragen, ob der Partner ausnahmsweise zur Hand gehen kann.

Grundsätzlich muss aber klar sein, dass beide Eltern (und auch größere Kinder) den Haushalt gemeinsam erledigen.

8. Füttern mit System

Für mich als Vater ist das Füttern nicht gerade meine Lieblingsaufgabe. Ich fühle mich benachteiligt, weil ich eben keinen natürlichen Nahrungsspeicher mit mir herumtrage, um das Baby beruhigen zu können. je nach Alter und Fähigkeiten des Babys ist das Füttern außerdem eine riesige Sauerei und dauert gefühlt ewig.

Beim Füttern braucht man deshalb vor allem eins: Geduld! Und das versuche ich mir mal mehr, mal weniger erfolgreich einzutrichtern. Nichtsdestotrotz bindet das Füttern nun mal auch reichlich Zeit, die man sonst anderweitig für das Ordnung Schaffen verwenden könnte. Und in meinem Fall kostet es mich auch noch Nerven – ich hoffe, es geht Dir anders.

Wer gut vorbereitet füttert und seine Nerven im Griff hat, hat mehr Kraft und bessere Laune.

Ich habe deshalb sowohl für unterwegs als auch für den Esstisch eine Fütter-Station eingerichtet. Darin befindet sich immer mindestens eine Banane, mit der man das Baby besonders im Falle von Schreianfällen zuverlässig, sauber und schnell auffüllen kann. Falls das Allheilmittel in Deinem Fall ein anderes ist, kannst Du es auch durch Babybrei, Pre-Milch, oder Ähnliches ersetzen.

Eine Wasserflasche, Spucktücher, ein Lätzchen, kleine Snacks und für den Ernstfall Wechselwäsche sollten ebenfalls nicht fehlen.

Mit der Fütter-Station bist Du für alle Eventualitäten gewappnet und bleibst dadurch entspannt.

9. Sorge für Ordnung in der Wickelkommode

Ordnung mit Baby

Babykleidung ist zwar klein. Aber genau das ist das Tückische: Denn in der Waschmaschine und im Kleiderschrank sieht das erst mal nach wenig Aufwand aus. Wenn Du dann aber die Wäsche zusammenfaltest, merkst Du erst mal wie lange das dauert.

In der Wickelkommode bzw. in dem Schrank, in dem Du die Babykleidung aufbewahrst, solltest Du deshalb ein Ordnungssystem haben. Du solltest nicht nur wissen, wo welche Kleidungsstücke hingehören. Du musst auch immer mal wieder aussortieren, weil das Baby ja doch schneller wächst als man denkt.

Um sicher zu sein, dass Du immer die richtige Größe hast, kann es hilfreich sein, zwei Größen gleichzeitig im Schrank aufzubewahren. Beachte auch, dass die Größenangaben und Schnitte sich je nach Hersteller unterscheiden!

Damit die Bodys, Hosen, Oberteile, Socken und Stoffwindeln nicht quer durch die Schubladen der Wickelkommode fliegen, verwenden wir die SKUBB-Ordnungshelfer von IKEA (Amazon-Link). Darin kann man die Kleidungsstücke auch eingerollt und aufrecht einsortieren. Das spart Platz, schafft eine unumstößliche Ordnung und Du findest alles, was Du suchst auf den ersten Blick.

Die SKUBB-Boxen gibt es immer in unterschiedlichen Größen. Die größeren eignen sich für Latzhosen oder Stoffwindeln. Die kleinen Boxen sind ideal für Socken und andere Kleinteile. Verwende jeweils eine Box für Strampler, kurze und lange Hosen, Kurzarm- und Langarm-Bodies und Socken. 

Um es perfekt zu machen, kannst Du die Boxen etikettieren. So ist es auch klar für Deinen Partner, wo welche Wäsche eingeräumt werden muss und wo er oder sie die Kleidung wieder findet.

Es wird immer mal wieder vorkommen, dass Du feststellst: Dieses Kleidungsstück passt nicht mehr. Dafür solltest Du ebenfalls gewappnet sein. Verwende eine beschriftete Kiste im Schrank, in der diese Dinge kurzerhand abgelegt werden können. Bei Gelegenheit kannst Du sie dann endgültig aussortieren.

10. Halte die Allgemeinen Haushaltsregeln ein

Alles, was ich Dir hier aufgelistet habe, findest Du ganz ausführlich beschrieben in meinem Beitrag „Haushalt organisieren kann jeder in 9 einfachen Schritten“. Unabhängig davon, ob Du alleine lebst, oder ob Du Kinder hast. Wenn Du Dich an diese Regeln hältst, wird Dein Haushalt perfekt organisiert sein:

  • Sortiere aus, was Du nicht mehr brauchst und behalte nur das, was die Lebensqualität Deiner Familie steigert.
  • Sorge dafür, dass der Haushalt mit System in Schuss gehalten wird. Verwende einen Haushaltsplan, der zumindest die Rollen der Familienmitglieder festlegt (jeder hat seine Aufgabe.
  • Jeder Gegenstand hat seinen eigenen Platz: Es darf keine Gegenstände im Haushalt geben, die quer durch das Haus fliegen. Jeder Artikel braucht sein eigenes zu Hause.
  • Stelle eine Grundordnung in Deinem Haushalt sicher: Es muss nicht alles perfekt aufgeräumt und klinisch rein sein. Mit 20 % Anstrengung schaffst Du 80 % der Ordnung.
  • Putze jeden Tag 10 Minuten.

Simon

Auf meinem Blog findest Du Tipps und Hilfestellungen, um Deinen Haushalt auch im Familienalltag zu organisieren.

Ordnung mit Baby