Wie Du in einer kleinen Wohnung Ordnung schaffen kannst


Ordnung schaffen kleine Wohnung

In einer kleinen Wohnung fällt Unordnung viel mehr auf als in großen Häusern, in denen man das Chaos hinter mehreren Türen verschwinden lassen kann. Deshalb musst Du auf wenigen Quadratmetern sämtliche Bereiche Deiner Wohnung in Schuss halten. Ich zeige Dir Schritt für Schritt, wie Du in Deiner kleinen Wohnung Ordnung schaffen kannst und gebe Dir wertvolle Tipps, um Deine Ordnung dauerhaft beizubehalten.

Um Ordnung in einer kleinen Wohnung zu schaffen, muss man zunächst unbenötigte Artikel aussortieren. Als allgemeine Regel gilt, dass der vorhandene Raum mit Hilfe von Ordnungshelfern und multifunktionalen Möbelstücken zur Sicherstellung einer dauerhaften Ordnung optimal ausgenutzt wird.

Ob Du als Single in einer Studentenwohnung lebst oder als vierköpfige Familie in einer 3 1/2 Zimmerwohnung: In einer kleinen Wohnung für Ordnung zu sorgen, ist eine Herausforderung. Wenn Du beim Aufräumen Deiner Wohnung die wichtigsten Schritte einhältst und ein paar meiner Stauraum-Tipps anwendest, wird es Dir gelingen, das scheinbare Platzproblem verschwinden zu lassen und die neue Ordnung in Deiner Wohnung zu genießen.

Wie schaffe ich Ordnung in einer kleinen Wohnung?

Ordnung schaffen kleine Wohnung

Die Situation auf dem Wohnungsmarkt hat sich in den letzten Jahren dahin entwickelt, dass immer mehr Menschen vor allem in Großstädten auf verhältnismäßig kleine Wohnungen ausweichen. Einer Erhebung aus dem Jahr 2018 zufolge leben beispielsweise in Berlin ein Drittel der Einwohner in unangemessen kleinen Wohnungen.

Zugegeben zeigt das vor allem, dass wir in Deutschland ein generelles Wohnraum- und Einkommensproblem haben. Aber es ist auch ein Hinweis darauf, dass Viele von uns vor der Herausforderung stehen, die kleine Wohnung möglichst attraktiv zu gestalten. Und die Grundvoraussetzung dafür ist: Ordnung Schaffen!

Wer wenig Platz hat, kann sich nicht den Luxus erlauben, viel Kram zu besitzen. Und ich finde, das ist ein großer Vorteil, weil dadurch die Motivation steigt, sich von Dingen zu trennen, die Du ohnehin nicht benötigst. Sobald Du Dich von Deinen unbenötigten Gegenständen trennst, hast Du ganz andere Gestaltungsmöglichkeiten in Deiner kleinen Wohnung.

Jetzt beginnst Du damit, Deinen Haushalt neu zu organisieren. Dabei ist es hilfreich, seine Dinge sinnvoll zu ordnen. Das geht am besten durch den Einsatz von Ordnungshelfern wie Kisten, Boxen und Körben, vor allem aber durch Möbelstücke, die einerseits Platz sparen, andererseits aber möglichst viel Stauraum bieten. Dazu gehören beispielsweise Hochbetten und Schlafsofas, aber auch deckenhohe Schränke.

Und jetzt gibt’s die Schritt-für-Schritt Anleitung, um dauerhaft Ordnung in Deiner kleinen Wohnung zu schaffen.

1. Reduziere die Anzahl Deiner Gegenstände

Wenn Du auf kleinem Raum lebst, hat dieser erste Schritt eine wesentlich größere Bedeutung, als wenn Du viel Platz hast. Denn in einer kleinen Wohnung hast Du keinen Platz, um Dein Gerümpel zu vertuschen. Es ist umso wichtiger, dass Du Dich auf die Gegenstände Deines Haushaltes reduzierst, die Du wirklich gerne hast oder zumindest im Alltag benötigst.

Die wichtigsten Tipps zum Thema „Ausmisten“

  • Lege einfach los: Suche die offensichtlichsten Gegenstände heraus. Dinge, zu denen Du keine Beziehung hast. Weg damit!
  • Behalte nur diejenigen Gegenstände, die Du liebst oder die Dir im Alltag einen echten Mehrwert bieten.
  • Sortiere getrennt nach Bereichen (Kleidung, Bücher, Unterlagen, etc.) aus.
  • Sorge dafür, dass die aussortierten Gegenstände so schnell wie möglich den Haushalt verlassen (lieber spenden als verkaufen).

Wie Du Deine Wohnung kinderleicht ausmistest, kannst Du in diesem Beitrag im Detail nachlesen.

2. Stelle Dir vor, wie Deine Wohnung aussehen soll

Ordnung schaffen kleine Wohnung

Jetzt beginnt die kreative Phase: Jede Wohnung sieht anders aus und jeder Mensch hat andere Vorstellungen davon, wie eine gut organisierte Wohnung auszusehen hat. Da Deine Wohnung jetzt nur noch diejenigen Gegenstände beherbergt, die Du gerne und regelmäßig in Gebrauch hast, hast Du die Chance, alles komplett neu zu verteilen. Nichts muss mehr so bleiben, wie es vorher war.

Nimm Dir einfach mal ein Stündchen Zeit, in der Du durch die Räume gehst und Dir vorstellst, wie sie ab jetzt aussehen soll. Führe Dir vor Augen, wie Deine Wohnung auf Dich wirken würde, wenn sie geordnet und gereinigt wäre. Was wäre dafür erforderlich? Wie möchtest Du die Wohnung zukünftig einrichten? Welche Möbelstücke brauchst Du dafür?

Vielleicht kannst Du die Zimmeraufteilung sogar überdenken. Macht es eventuell Sinn, Wohn- und Schlafzimmer zu tauschen? Jetzt ist die Gelegenheit, im Schlafzimmer das Bett und den Kleiderschrank zu verschieben. 13 geniale Tipps für mehr Stauraum im kleinen Schlafzimmer findest Du hier.

Gibt es in einem bestimmten Raum noch ungenutztes Potenzial? Warum nicht einfach mal die Arbeitsecke im Schlafzimmer ansiedeln? Und im Wohnzimmer kannst Du den Essbereich und die Couch umstellen. Manchmal geht es gar nicht darum, etwas besser zu machen, sondern nach ein paar Jahren nur für Abwechslung zu sorgen.

Überlege Dir dabei auch, was Du mit Problemstellen machen möchtest. Was ist Dir ein Dorn im Auge? Wo besteht der dringendste Handlungsbedarf?

3. Organisiere Deinen Haushalt neu

Und jetzt fängst Du einfach mal mit den offensichtlichen Problemstellen an. Es gibt sicher Dinge, die Dir sofort ins Auge springen. Zustände, die Du einfach beseitigen musst. Um die Motivation aufrecht zu erhalten, empfehle ich Dir, einen Timer auf 20 Minuten zu stellen und nach Ablauf sofort die Aufräumarbeiten zu beenden. Auf diese Weise freust Du Dich schon auf den nächsten Tag, Deine Aufgabe fortzusetzen.

Wie Du Deinen Haushalt in 9 einfachen Schritten organisieren kannst, erfährst Du hier.

Führe eine Checkliste

To Do Liste

Da Du jetzt ein klares Bild vor Augen hast, wie Deine Wohnung aussehen soll, ist Einiges zu tun, um diesen Zustand zu erreichen. Eine Checkliste hilft Dir, die einzelnen Schritte auf Deiner Reise zu einer aufgeräumten Wohnung zu notieren und abzuhaken.

Eintragen kannst Du sowohl einzelne Aufräumarbeiten als auch notwendige Beschaffungen (Reinigungsmittel, Ordnungshelfer, Möbelstücke).

Schaffe einen festen Platz für jeden Gegenstand

Um den Grundstein dafür zu setzen, dass Deine neue Ordnung von Dauer ist, solltest Du Dir angewöhnen, jedem Deiner Gegenstände sein eigenes zu Hause einzurichten. Kleidung gehört in den Kleiderschrank. Und Teller in den Küchenschrank! Wie ist es aber mit Deinem Handy und dem Buch, das Du aktuell liest? Wo ist der feste Platz für Deine Fernbedienung und Dein Portmonee? Besorge Dir Körbchen und Schalen, damit Du nie wieder in die Situation kommst, in ungünstigen Zeitpunkten danach suchen zu müssen.

Wichtige Hilfsmittel sind Ordnungshelfer. Dazu gehören Dokumentenordner (Amazon-Link) für Rechnungen genau so wie in der Küche Einmachgläser für Haferflocken oder Nüsse und im Kinderzimmer Kisten für Legosteine und Playmobil. Um Platz zu sparen, sind auch Türhaken und Aufhänger für die Sofaarmlehne sehr hilfreich.

In einer kleinen Wohnung musst Du mit dem Einsatz von Aufbewahrungsmöglichkeiten noch ideenreicher sein als auf größerer Fläche. Gleichzeitig werden Deine Ordnungshelfer präsenter sein und noch mehr ins Auge stechen. Ich rate deshalb dazu, auf unansehnliche Plastikboxen zu verzichten. Stattdessen hast Du die Möglichkeit Deine Ordnungshelfer zum echten Blickfang zu machen. Beispiel: Die Aufbewahrungsbox RIWNNI (Amazon-Link)

Nutze Deinen Platz optimal aus

Jetzt geht es darum Stauraum zu schaffen. Besorge Dir deshalb deckenhohe Schränke oder versuche anderweitig die Höhe des Raumes zu nutzen, indem Du Aufbewahrungsboxen (Amazon-Link) auf Deinem Schrank platzierst.

Weitere Stauraumwunder sind:

  • Hoch- oder Stapelbetten: Wenn Du die Kinder „übereinanderstapelst“ brauchst Du nur die Hälfte der Wohnfläche.
  • Platz unterhalb des Bettes dank einer Unterbett-Aufbewahrungsbox (Amazon-Link).
  • Mobile Raumtrenner (Amazon-Link), um beispielsweise den Wäscheständer oder Haushaltsgeräte verschwinden zu lassen.
  • Hängeregale: Nutze einfach die Wände, um Dinge unterzubringen.
  • Handtuchhalter und Wandhaken
  • Verschiebbare Möbel: So kannst Du situativ für Platz an der Stelle sorgen, an der Du Dich gerade aufhältst.
  • Mehrzweckmöbel wie beispielsweise eine Schlafcouch: Wenn einzelne Möbelstücke mehrere Funktionen haben, brauchst Du insgesamt weniger davon. Brauchst Du unbedingt einen Schreibtisch, oder können Homeoffice und Hausaufgaben auch am Esstisch erledigt werden? In diesem Fall solltest Du Dir einen tragbaren Schreibtisch-Organizer besorgen. Mehr darüber erfährst Du in meinem Beitrag 10 Ideen, um Dein Home Office zu organisieren.
  • Faltbare Haushaltsgegenstände wie Wäschekörbe oder Eimer

In diesem Video von Mission Ordnung kannst Du Dich für Stauraummöglichkeiten in einer kleinen Wohnung inspirieren lassen.

Beachte den optischen Eindruck

In einer kleinen Wohnung ist es wichtig, möglichst viel Stauraum zu schaffen. Das sollte aber nicht auf Kosten der Optik gehen, indem die Bude hinterher völlig zugestellt mit Möbeln aussieht. Beachte deshalb, dass der Raum grundsätzlich größer wirkt, wenn Du weniger Möbel hast oder die Möbel kleiner sind. Versuche deshalb eine gute Balance zu finden.

Aus dem gleichen Grund würde ich Dir ebenfalls dazu raten, die Anzahl der Deko-Artikel gering zu halten. Sie nehmen nicht nur viel Raum ein, sondern wirken zudem unordentlicher auf uns.

Halte häufig genutzte Gegenstände griffbereit

Wenn möglich, ordne diejenigen Artikel, die Du täglich benutzt, so an, dass Du leicht darauf zugreifen kannst. Deshalb solltest Du beispielsweise das Körbchen für Deine Schlüssel im Eingangsbereich aufbewahren. Genau so sollten aber beispielsweise Kochutensilien in unmittelbarer Nähe des Herdes sein.

4. Vermeide das sichtbare Chaos

Ordnung schaffen kleine Wohnung

Auch wenn Du in der Anordnung Deiner Habseligkeiten eine klare Struktur hast, gibt es Fehler beim Ordnung Schaffen, die Du vermeiden solltest. In meinem Beitrag 18 Dinge, die Dein zu Hause chaotisch aussehen lassen, habe ich Dir eine ganze Liste von diesen Fehlern erstellt.

Die häufigsten vermeidbaren Chaosfaktoren sind:

  • Herumliegende Schuhe im Eingangsbereich
  • Unaufgeräumte Arbeitsplatte in der Küche
  • Wäschehaufen
  • Ungemachte Betten
  • Vollgestopfte Regale

Je kleiner die Wohnung desto auffälliger sind diese Ordnungs-Fauxpas. Aber andersherum hast Du die Möglichkeit, Deine kleine Wohnung wesentlich aufgeräumter erscheinen zu lassen, wenn Du sie vermeidest.

5. Kaufe nur nach Bedarf

Um in Deiner kleinen Wohnung dauerhaft Ordnung zu halten, bleibt Dir nichts anderes übrig, als Dich auf die wesentlichen Habseligkeiten zu beschränken. Jeder zusätzliche Gegenstand, den Du nicht wirklich benötigst, ist eine Gefahr für Deine Ordnung.

Ich empfehle Dir deshalb, nicht nur auf minimaler Fläche zu wohnen, sondern insgesamt minimalistisch zu leben. Alles darüber erfährst Du in meinem Beitrag Minimalistisch Leben mit einer vierköpfigen Familie.

Vermeide es daher, unnötige Gegenstände zu kaufen. In meinem Artikel Weniger kaufen – Konsumverzicht für mehr Ordnung im Leben erfährst Du, wie das geht.

Simon

Auf meinem Blog findest Du Tipps und Hilfestellungen, um Deinen Haushalt auch im Familienalltag zu organisieren.

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