10 erprobte Tipps, um mehr Stauraum zu schaffen


Stauraum schaffen

Wenn Du zu Hause nicht viel Platz hast, musst Du ihn Dir schaffen. Aber wie kriegen wir es hin, Stauraum zu schaffen und dabei alles geordnet und ansehnlich zu belassen? Das funktioniert. Nämlich mit ein wenig Ideenreichtum und diesen 10 Tipps.

Stauraum Schaffen bedeutet, ungenutzten Raum effizient zu nutzen. Zu den Möglichkeiten gehören die vollständige Nutzung der Raumhöhe, die Verwendung multifunktionaler oder verschiebbarer Möbelstücke und der Einsatz von Ordnungshelfern wie Kisten und Schachteln.

Ich lebe mit meiner Familie relativ minimalistisch. Die Kinder teilen sich ein Kinderzimmer und auch wir Großen benötigen nicht viel Platz. Der Preis dafür ist aber, dass wir unseren Wohnraum effizient nutzen müssen, um Stauraum zu schaffen. Trotzdem habe ich festgestellt, dass der Mangel an Platz meistens keine Frage der Quadratmeter-Anzahl ist. Denn je größer das Haus, desto zahlreicher sind zumeist auch die angehäuften Gegenstände im Haushalt.

Ich habe für Dich 10 erprobte Tipps, mit denen auch Du mehr Stauraum schaffen kannst.

Wie kann ich Stauraum schaffen?

In den letzten 20 Jahren ist die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf in Deutschland von 34,9 auf 47,7 Quadratmeter angestiegen. Jeder von uns hat also heute mehr als ein Drittel mehr Platz zu Hause als noch die Generation vor uns. Und dennoch haben viele von uns das Gefühl, dass Stauraum Mangelware ist.

Wie kommt das? – Ganz einfach: Wir verfügen über viel mehr Gegenstände als unsere Eltern damals. Ein paar Beispiele:

  • Jeder vierte Haushalt hat einen Kaffeevollautomat – 2017 waren das noch 15 %.
  • Die Anzahl an TV-Geräten ist ebenfalls allein in den letzten 5 Jahren um 5 % angestiegen.
  • Ich persönlich hatte als Kind nicht so viel Spielzeug wie meine Kinder (obwohl wir regelmäßig ausmisten)
  • Viele haben sich ein Homeoffice eingerichtet, das wiederum die Stauraummöglichkeiten reduziert.

Ich finde diese Erkenntnis bei der Fragestellung, wie Du Stauraum schaffen kannst, ganz wichtig. Denn sie offenbart, dass vorher eine andere Frage geklärt sein muss. Nämlich „Brauche ich alle meine Gegenstände wirklich?“ Wer weniger hat, muss weniger verstauen. Mehr zum Thema „Ausmisten“ liest Du in meinem Artikel „12 Tipps zum Aufräumen – Sorge im Handumdrehen für Ordnung.“

Gehen wir jetzt aber mal etwas tiefer in die Materie: Egal wie klein Deine Wohnung ist. Egal wie viele Gegenstände Du dort beherbergst. Es gibt viele Möglichkeiten, Stauraum zu schaffen. Führe Dir dabei diese 5 goldenen Grundregeln zum Stauraum Schaffen vor Augen:

  • Nutze in Deinen Räumen die Vertikale (deckenhohe Schränke, Hochbett, etc.).
  • Vermeide optische Pannen beim Verstauen (Unansehnliches verdecken).
  • Verwende multifunktionale Möbel.
  • Vermeide „tote Ecken“ (Raum effizient nutzen).
  • Verwende Ordnungshelfer wie Boxen und Schachteln.

Wie Du diese Regeln in Deinem Haushalt ganz praktisch anwenden kannst, zeige ich Dir in diesen 10 Tipps. Aber beachte bitte einen wichtigen Hinweis. Jeder Haushalt ist anders. Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse. Es gibt also nicht die Patentlösung für alles. Ich habe in diesem Artikel jede Menge Tipps, Anregungen und Beispiele für Dich. Am Ende gehört aber auch etwas Kreativität dazu, um Stauraum zu schaffen.

Bonus-Tipp: Ausmisten: Bevor Du Dir überlegst „Wie bekomme ich mein Hab und Gut möglichst platzsparend in meiner Wohnung unter?“ stelle dir zunächst die Frage: Wie viel davon benötige ich wirklich? Der erste und einfachste Schritt für mehr Stauraum ist es, sich von Dingen zu trennen, die Dich weder glücklich machen noch zweckdienlich sind. Mehr darüber erfährst Du in meinem Beitrag „Richtig aufräumen – Schaffe Ordnung mit System.“

1. Verwende deckenhohe Schränke

Wenn Du in einer Altbauwohnung mit einer beträchtlichen Deckenhöhe wohnst, dann kannst Du jetzt punkten. Je mehr Platz nach oben hin, desto besser. Doch auch bei einer Wohnraumhöhe von 2,50 bis 3 Metern kannst Du durch hohe Schränke bereits viel Stauraum schaffen. Achte darauf, dass Du in den oberen Etagen nur Dinge unterbringst, die Du seltener benötigst. So musst Du nicht jedes Mal zum Hocker oder gar zur Trittleiter greifen, wenn Du sie herausholst.

Stauraum schaffen

Wenn Du nicht bereit bist, auf Deine aktuellen Schränke und Regale zu verzichten, ist das kein Problem. Für einige dieser Möbelstücke gibt es Aufsätze, um den Raum nach oben hin voll auszunutzen. Ist das nicht der Fall, kannst Du ein paar schicke Kisten verwenden, die Du oben drauf stellst. Auch diese solltest Du beispielsweise für Saisonware wie Winterklamotten, Raclette-Grill, Camping-Equipment, etc. verwenden.

Bonus-Tipp für den optischen Eindruck: Dein Ziel, viel Stauraum auf kleinem Platz zu schaffen, wirst Du mit großen Schränken auf jeden Fall erreichen. Grundsätzlich gilt aber: Je kleiner die Möbel desto größer wirkt der Raum. Und wer ein kleines Sofa und kleine Tische besitzt, hat wiederum mehr Platz, um Dinge zu verstauen.

2. Nutze Hochbetten und Schlafböden

Stauraum schaffen

Auch mit Hochbetten beispielsweise für die Kinder nutzt Du die Vertikale und schaffst an anderer Stelle wertvollen Stauraum. Da wo sonst ein weiteres Bett stehen würde, kannst Du einen Schrank oder ein Regal platzieren. Je nach Höhe und Beschaffenheit des Raumes kannst Du einen Schlafboden integrieren. Du ziehst also eine zweite Ebene in das Zimmer ein, die über eine Leiter betreten werden kann.

3. Setze den Platz unter dem Bett als Stauraum ein

Wenn ich davon schreibe, die Vertikale auszuschöpfen, wenn Du Stauraum schaffen möchtest, dann heißt das nicht nur, nach oben zu gucken, sondern vielleicht gibt es bei so manchem Möbelstück auch Gelegenheiten, den Stauraum darunter zu nutzen.

Hast Du beispielsweise Platz unter dem Bett? – Schiebe flache Boxen unter Dein Bett. Besonders eignen sich die SKUBB-Taschen von IKEA dafür. Eine super Alternative gibt es aber auch bei Amazon. Wenn der Stauraum etwas robuster sein soll, kannst Du auch einen Bettkasten aus Holz bauen.

4. Trenne Deine Räume

Du hast weder eine Vorratskammer oder Wäschekammer noch Einbauschränke und der Keller ist feucht? Wo soll man da noch Lebensmittelvorräte verstauen. Und wohin bitteschön mit dem Wäscheständer? – Ganz einfach. Wenn Du sonst nirgendwo in der Wohnung Stauraum hast, dann musst Du eben selbst einen Teil Deines Zimmers separieren.

Die einfachste Möglichkeit ist ein Paravent. Also eine schicke Trennwand, die zu Deiner Einrichtung passt und sie nicht optisch abwertet. Dahinter stellst Du dann all das, was verstaut werden muss. Paravents sind normalerweise beweglich und bestehen aus mehreren Panelen, die sie flexibel machen. Ebenfalls eine gute Möglichkeit sind Schränke oder Regale als Raumtrenner. Dadurch kannst Du den Raumtrenner auch gleichzeitig als Verstaumöglichkeit benutzen. Ein Klassiker ist das Kallax-Regal von IKEA. In den einzelnen Quadraten kannst Du sowohl Kisten integrieren als auch Deko-Artikel platzieren.

Bonus-Tipp: Mehr Platz für’s Auge: Ein freier, gut geputzter Fußboden wirkt nicht nur ordentlicher, sondern erweckt auch den Eindruck, dass das Zimmer größer ist. Verwende Möbelstücke mit Beinen, um möglichst den ganzen Fußboden des Zimmers sichtbar zu machen. Auf diese Weise wirkt der Raum noch größer.

5. Nutze jede Nische zum Verstauen

Schaue Dich in Deiner Wohnung um! Wo findest Du noch Platz zwischen den Möbelstücken, der als Stauraum taugt, ohne dass das Zimmer zu sehr zugestellt aussieht? Auch vermeintlich tote Ecken (also ungenutzter Platz) kann dafür herhalten. Werde kreativ! Stelle Dir vor, was für ein Schränkchen oder Regal noch hineinpasst. Miss anschließend nach und checke im Internet, wo Du solche „Nischenkiller“ findest. Wenn Du es drauf hast, kannst Du Dir auch direkt beim Baumarkt das Material holen, um Dir das Möbelstück selbst zu schreinern.

6. Die Wand als Stauraum

Es gibt Gegenstände, die nützlich – aber nicht besonders sehenswert sind. Andere Dinge können auch dekorativ sein, obwohl sie eigentlich tägliche Gebrauchsgegenstände sind. Einen Staubsauger oder Putzeimer solltest Du beispielsweise hinter verschlossenen Türen halten. Aber Haferflocken, Nüsse oder Gewürze sind verpackt in Gläsern durchaus schön anzusehen und können sogar eine gute Alternative für ein Wandbild sein.

Stauraum schaffen

Falls Du also in Deinen Räumen Platz an der Wand siehst, der für die Aufbewahrung schmückender Alltagsgegenstände in Frage kommt, dann sorge dafür, dass die unansehnlichen Artikel eher hinter den Türen verschwinden und bringe für die zierenden Dinge passende Regale an. Je nach Zustand Deines Kochgeschirrs könnest Du an der Wand auch eine Hakenleiste anbringen und dort Töpfe, Kellen und andere Kochutensilien aufhängen.

Besonders in hohen Räumen kannst Du an der Zimmerdecke beispielsweise Haken montieren, an denen Regale oder andere Aufbewahrungsmöglichkeiten befestigt werden können.

7. Verwende Schranktüren zur Aufbewahrung

Die Innenseite von Schranktüren wird als Stauraum oft unterschätzt. Dabei kann man gerade kleinere Gegenstände prima dort lagern. Besonders Gewürzregale eignen sich dafür. Und die kannst Du wiederum vielfältig einsetzen. Nämlich nicht nur für Gewürze, sondern für alle möglichen Lebensmittel und auch für Besteck. Neben der Montage von Gewürzregalen kannst Du die Innenseiten von Schranktüren erweitern durch

  • kleine Hängeregale,
  • Wandhaken,
  • Handtuchhalter und
  • Halterungen für Topfdeckel.

Bonus-Tipp: Das schlichte und günstige BEKVÄM Gewürzregal von IKEA ist multifunktional einsetzbar zum Beispiel für Deko-Artikel, Pflanzen und Zahnbürsten- oder Stiftehalterungen. Gerade für Kleinkinder eignet es sich auch super als Mini-Bücherregal, weil Du die Bücher mit dem Cover nach vorne hereinstellst. So erkennen die Kleinen auf Anhieb, um welches Buch es sich handelt.

8. Werde flexibler durch verschiebbare Möbel

Servierschränkchen (Amazon-Link), Wohnzimmertische und sogar ganze Kücheninseln gibt es auf Rollen oder können noch nachträglich mit Rollen versehen werden. Das ist sehr praktisch, weil Du immer kurzfristig und ohne großen Kraftaufwand für Platz sorgen kannst.

Fällt Dir also in einem Deiner Räume ein Möbelstück auf, das unverzichtbar ist, aber irgendwie immer im Weg steht: Montiere Rollen drunter. Im Baumarkt und auf Amazon findest Du zahlreiche Möglichkeiten.

9. Verwende Mehrzweckmöbel

Stauraum schaffen

Mehrzweckmöbel sind in Haushalten mit wenig Platz unverzichtbar. Denn wenn aus einem Möbelstück zwei werden, bedeutet das automatisch mehr Platz. Und mehr Platz heißt mehr Stauraum. Anregungen gewünscht? – Bittschön (mit Amazon-Links):

Und last but not least: Brauchst Du unbedingt einen Schreibtisch? Oder kannst Du auch den Esstisch für das Homeoffice oder die Hausaufgaben temporär zum Schreibtisch umfunktionieren? – In diesem Fall erfordert es einfach etwas Organisation. Doch im Normalfall benötigst Du nicht mehr als eine einfache Box, in der Du Deine Arbeitsmaterialien (Laptop, Unterlagen, Kugelschreiber) legen kannst. Diese Box legst Du ganz mobil zum Dienstbeginn auf den Esstisch und los geht die Arbeit.

10. Benutze Ordnungshelfer

Ordnungshelfer gibt es in allen vorstellbaren Größen, Formen und Qualitäten. Und allein das Verwenden von Kisten, Schachteln und Boxen ist ein notwendiger Bestandteil, um wirklich für Ordnung zu sorgen. Ordnungshelfer könnte man auch als Regal im Regal beschreiben.

Stauraum schaffen

Nehmen wir beispielsweise einen Kleiderschrank: Das Grundgerüst besteht aus Wänden, Boden und Decke sowie den Regalbrettern und Türen. Kleiderschränke sind normalerweise durchaus geräumig. Aber genau das macht es so schwierig, den Platz darin effizient auszunutzen. Deshalb ist es wichtig, so viele Regalbretter, Schubladen, Boxen und andere Organizer zu verwenden. Denn ansonsten liegen und hängen die Kleidungsstücke nur so herum und es bleibt ganz viel Platz ungenutzt.

Ordnungshelfer bzw. Organizer, die Stauraum schaffen

Simon

Auf meinem Blog findest Du Tipps und Hilfestellungen, um Deinen Haushalt auch im Familienalltag zu organisieren.

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